Zu viele Jugendliche trinken bis zum Rausch

Laut einer Studie der BZgA ist Rauschtrinken unter Jugendlichen nach wie vor verbreitet. Für den wachsenden Organismus ist das besonders schädlich. Die Materialien „Null Alkohol – Voll Power“ helfen, 12- bis 16-Jährige über die Risiken aufzuklären.

 

Im Juli 2020 ist die aktuelle Studie „Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2019“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) erschienen. Im April und Juni 2019 wurden dazu 7.000 12- bis 25-jährige Jugendliche und junge Erwachsene telefonisch zum Thema Drogenkonsum befragt. Die neuen Daten zeigen insgesamt positive Entwicklungen. Der Anteil Jugendlicher zwischen 12 und 17 Jahren, die rauchen, ist mit 5,6 Prozent auf einem historisch niedrigen Stand, und auch der Alkoholkonsum geht langfristig zurück. Besorgniserregend ist jedoch, dass 14,7 Prozent der befragten Jugendlichen angaben, in den vergangenen 30 Tagen bis zum Alkoholrausch getrunken zu haben. Rauschtrinken ist für Jugendliche in der Wachstums- und Reifephase mit besonderen Risiken verbunden.

Über die Präventionskampagne „Null Alkohol – Voll Power“

Die bundesweite Alkoholpräventionskampagne „Null Alkohol – Voll Power“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat zum Ziel, frühzeitig eine kritische Haltung zum Thema Alkohol zu fördern. Mit einem ressourcenorientierten Ansatz will sie Jugendliche in ihren Interessen und Fähigkeiten stärken und sie über ihre Freizeitaktivitäten ansprechen. Die Website www.null-alkohol-voll-power.de bietet Quiz-Formate, wöchentliche News, ein Lexikon zum Thema Alkohol und verschiedene Begleitmaterialien für die Präventionsarbeit mit Jugendlichen in Freizeit und Schule. Wenn die Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie es zulassen, kann im Jahr 2021 auch die „Voll-Power-Schultour“ wieder starten. Sie bietet Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in Workshops (Theater, Tanz, Musik, Parkour usw.) verschiedene Aktivitäten kennenlernen.

Arbeitshilfen und Ratgeber für Lehrkräfte und Eltern gibt es unter www.null-alkohol-voll-power.de/machen/infomaterial-bestellen.

Die Drogenaffinitätsstudie der BZgA steht zum Download bereit unter: www.bzga.de/forschung/studien/abgeschlossene-studien/studien-ab-1997/suchtpraevention.

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