Marktwirtschaft: frei oder sozial?

Fach:
  • Politik / SoWi / 
Schulstufe:
  • Sekundarstufe II / 
Schultyp:
  • Berufliche Schulen / 
  • Gesamtschule / 
  • Gymnasium / 
  • Hauptschule / 
  • Realschule / 

Die Wirtschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland folgt dem Leitbild der sozialen Marktwirtschaft. Sie verbindet die Prinzipien der freien Marktwirtschaft mit dem Anspruch, soziale Gerechtigkeit, soziale Sicherung und ausgeglichene Wettbewerbsbedingungen durch staatliches Eingreifen herzustellen. Das Arbeitsblatt und das zugehörige Schaubild thematisieren die Modelle moderner sozialer Marktwirtschaften, die Rolle des Staates und Deutschland als Vertreter des konservativen Sozialstaats.

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Beschreibung

In einer sozialen Marktwirtschaft sollen freies Marktgeschehen und sozialer Ausgleich widerspruchsfrei ineinandergreifen – so weit die Theorie. Im politischen Alltag ergeben sich jedoch häufig Konflikte zwischen freiheitlichen und sozialen Prinzipien. Kontroversen über das Maß staatlichen Eingreifens in das wirtschaftliche Geschehen sind an der Tagesordnung: Bei gesellschaftspolitischen Debatten, zum Beispiel über Mindestlohn und Frauenquote, Umweltschutz oder Regulierung der Finanzmärkte, geht es immer auch um unterschiedliche Standpunkte hinsichtlich der Rolle des Staates in der sozialen Marktwirtschaft.

Auf dem Arbeitsblatt "Marktwirtschaft: frei oder sozial?" werden drei Modelle moderner sozialer Marktwirtschaften vorgestellt und unterschiedliche Standpunkte zur Rolle des Staates anhand von Zitaten verdeutlicht. Die soziale Marktwirtschaft soll sowohl freies Marktgeschehen als auch sozialen Ausgleich garantieren. Es werden drei Modelle moderner sozialer Marktwirtschaften unterschieden: der liberale Sozialstaat, der sozialdemokratische Sozialstaat und der konservative Sozialstaat als Mischform der beiden anderen Formen. Deutschland gilt als Vertreter des konservativen Sozialstaats.

Das Schaubild "Marktwirtschaft: frei oder sozial?" stellt in einer Tabelle die freie Marktwirtschaft der sozialen Marktwirtschaft gegenüber. Die Schülerinnen und Schüler sollen eine Wortwolke mit Kernbegriffen jeweils zur freien und zur sozialen Marktwirtschaft entwerfen und die Rangordnung der Schlüsselwörter durch Schriftgröße und -dicke kennzeichnen. In Form einer Mind-Map erweitern die auf dem Arbeitsblatt und Schaubild genannten positiven und negativen Aspekte der freiheitlichen und der sozialen Marktwirtschaft und diskutieren die unterschiedlichen Standpunkte zur Rolle des Staates in den Zitaten. Sie formulieren beispielhafte Szenarien, die deutlich machen, welche Lebensbedingungen ein völlig sich selbst überlassener Markt hervorbringen würde und recherchieren historische und zeitgenössische Beispiele für einen solchen reinen Marktliberalismus.

 

 

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